Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Queering Person-Centredness – Der Einfluss von Cis*normativität und Hetero*normativität auf unsere Entwicklung

Unsere Entwicklung ist stark beeinflusst von Genderstereotypen. Bereits vor der Geburt wollen wir wissen, ob es ein Mädchen* oder ein Junge* sein wird. Wir wachsen mit Zuschreibungen wie „Der große starke Junge*“ und „die kleine Prinzessin“ auf. Diese binären Stereotypen haben Einfluss auf alle Menschen. Im Besonderen werden Kinder und Jugendliche beeinflusst bzw. irritiert, wenn sie in ihrer Entwicklung feststellen, dass sie sich einer dieser beiden binären Identitäten nicht ganz oder nur teilweise zugehörig fühlen bzw. wenn sie sich in Menschen des „gleichen“ Geschlechts verlieben oder ihnen gegenüber erotische Gefühle verspüren. Das eigene Erleben bezüglich sexueller Orientierung und/oder geschlechtlicher Identität kann meist durch die Bewertungen von außen nicht oder nur teilweise in das Selbstkonzept integriert werden. Diese Inkongruenzen führen diese Menschen dann in unsere Praxen. In der Begegnung mit queeren Personen begegnen wir als Psychotherapeut:innen auch uns selbst und unseren eigenen „Sozialisierungen“.

Alexander Nikodemus ist personzentrierte:r Psychotherapeut:in in freier Praxis. Alexander Nikodemus‘ Schwerpunkt ist die Arbeit mit queeren Personen und Alexander Nikodemus leitet den Bereich LGBTIQ+ der Männerberatung Wien.