Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Über Utopien, Hoffnungen und die Zerbrechlichkeit.

Gedanken zu therapeutischen Prozessen in einer coronalen Welt.

Am Entstehen von je individuellen Selbsterzählungen, vom kindlichen/jugendlichen Vermögen sich selbst zu erzählen, sind wir in therapeutischen Prozessen beteiligt. Kinder und Jugendliche erzählen uns in unterschiedlichen Ausdrucksformen über ihre inneren Erfahrungs – und Wirkwelten. (v. Üxküll).

Diese „Ereignisse“ nehmen wir in therapeutischen Prozessen auf. Etwas Unbestimmtes, Unbekanntes, Unsicheres in „Erzählbares“ zu verwandeln, hilft, das Unkontrollierbare oder auch die eigene Zerbrechlichkeit und Hilflosigkeit zu beherrschen. Das ist der Raum, in dem wir beschreiben, was sich sehen lässt, erzählen, was sich einordnen lässt, konstituieren was Wirklichkeit ist und sein soll.

Vaclav Havel hat diese Haltung, dieses Tun in kraftvolle Worte gefasst: "Je ungünstiger die Situation ist, in der wir unsere Hoffnung bewähren, desto tiefer ist diese Hoffnung. Hoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht. Sondern Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." (Vaclav Havel)

Mag.phil.,Christian Fehringer ist Personzentrierter Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Supervisor in freier Praxis, Arbeitsschwerpunkt: Psychotherapie mit Jugendlichen, Gesellschafter der PCA, Ausbilder der APG.IPS, Wien