Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Psychotherapie mit komplex traumatisierten Jugendlichen ein integrativer Ansatz für die Praxis

Früh beziehungstraumatisierte jugendliche Klienten drohen aufgrund ihres traumaassoziierten Verhaltens den Rahmen eines ambulanten psychotherapeutischen Settings häufig zu sprengen. Weil sich ihre Traumafolgestörungen in allen sozialen Beziehungen sowie im Umgang mit sich selbst spontan und meist dysfunktional manifestieren, inszenieren sie sich zwangsläufig auch in der therapeutischen Beziehungsdyade und im Therapieraum. Ohne fundiertes Basiswissen über die Folgen von Frühtraumatisierung, über Bindungsstörungen und traumaassoziierte Übertragungen, Projektionen und Inszenierungen in der psychotherapeutischen Dyade können wir als Therapeuten unversehens in Rollen, Situationen und Übertragungsgefühle geraten, die uns überfordern, abschrecken oder gar resignieren lassen. Ein Therapieabbruch -in welcher Form auch immer- wäre dann die nächste, sich wiederholende Verlusterfahrung im Beziehungserleben des Jugendlichen. Nach einem kurzen traumatheoretischen Input zu Frühtraumatisierung und ihren Folgen im Jugendlichen-Alter werde ich meine Herangehensweisen in der Arbeit mit diesen Klienten vorstellen.

Heidi Zorzi, Dipl. -Psych., KJ-Psychotherapeutin (TP),
niedergelassen in Regensburg seit 2002
Psychologiestudium (Universität Regensburg, 1975-1982)
Assistentenstelle Universität Regensburg (1982-1986)
Journalistische Tätigkeit („spielen und lernen“, „Eselsohr“ u.a. ; 1986-1989)
Ausbildung und Tätigkeit als forensische Gutachterin (Familienrecht, Glaubhaftigkeitsbeurteilung, 1990-2000)
Ausbildung in „Personzentrierter Psychotherapie für Kinder und Jugendliche“ (Dr. Sabine Schlippe-Weinberger, Erbendorf, GwG, 1990-1996)
Nachqualifikation in „Tiefenpsychologischer Psychotherapie für Kinder und Jugendliche“, SAP, Bad Grönenbach; Ärztliche Akademie, München (1998-1999)
Focusing-Fortbildung, René Maas, Hilversum, NL (fortlaufend seit 1999).