Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Gleichstellung der Geschlechter? Das war einmal...-Über den Einfluss von COVID—19 auf die Entwicklung der Geschlechtsidentität und Geschlechterrollen von Heranwachsenden.

Die Corona-Pandemie hat sich jenseits von Ansteckungs- und Mortalitätsraten, tiefgreifend auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das alltägliche Leben der Menschen ausgewirkt. Besonders Kinder, Jugendliche und deren Eltern sind gefordert, mit den aktuellen Herausforderungen umzugehen. Allerdings zeigt sich, dass die jeweiligen Belastungsfaktoren unterschiedlich verteilt sind. Aktuelle Studienergebnisse (z.B. SOEP- CoV-Studie, 2021) belegen etwa, dass die Hauptlast der Kinderbetreuung während des Lockdowns bei den Müttern lag; auch verschärfen sich traditionelle Rollenzuweisungen, die geschlechtsstereotype Bilder zwischen Männer und Frauen, Väter und Mütter forcieren. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Bedeutung diese „neuen – alten“ Rollenbilder für Kinder und Jugendliche und ihre Geschlechtsidentität haben? Bzw. welche genderspezifischen Faktoren im therapeutischen Kontext mitbedacht werden müssen, um mit diesen Antinomien umzugehen. Dem möchte sich dieser Vortrag widmen.

Im Rahmen eines themengleichen Workshops, werden diese Fragen auch praxisbezogen reflektiert bzw. auf Basis von Fallvignetten diskutiert und bearbeitet.

Dr.in Katharina Fischer

Personzentrierte Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis, Erziehungswissenschaftlerin, Hochschullehrende, Vertretungsprofessorin (TH Rosenheim; Studiengang: Pädagogik der Kindheit), Lehrbeauftrage im Universitätsbereich, Ausbilderin für Psychotherapie APG • IPS.