Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Wenn Beziehung gefährlich ist- intensive Gefühle regulieren

Intensives Spielgeschehen stellt immer wieder eine Herausforderung für die Kongruenz und Empathie des Therapeuten dar. Besonders bei Entwicklungstraumatisierungen werden Nähe/Distanz, hohe Erregung mit Überflutung oder Rückzug bzw. Abbruch im Spielgeschehen sichtbar. Das Mitschwingen in der Therapie droht aus dem “als-ob” Modus zu fallen und auch zu einem überflutenden Erleben der Therapeutin, des Therapeuten zu werden.

Auf der Grundlage der personzentrierten Beziehungsgestaltung und dem Einbezug neuerer Erkenntnisse über das autonome Nervensystem gemäss der Polyvagaltheorie von Steven Porges setzen wir uns mit den Möglichkeiten auseinander, wie es gelingen kann, hilfreich in Beziehung zu bleiben. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit des Therapeuten, seine inneren Reaktionen achtsam wahrzunehmen und Möglichkeiten der Regulation zur Verfügung zu haben, um wieder in einen kongruenten Zustand zu gelangen. Mit Hilfe praktischer Übungen und konkreten Beispielen setzen wir uns mit diesen Themen auseinander.

Petra Gassmann arbeitet therapeutisch in eigener Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie ist eidg. anerkannte Psychotherapeutin und Supervisorin pcaSuisse. Zusammen mit Ruth Bourgogne bietet sie Fortbildungen am pcaInstitut an und ist daneben Gastdozentin an der Hochschule für Heilpädagogik in Zürich.