Beziehung 4.0
Begegnung und Dasein in bewegten Zeiten
- bleibt alles anders?

Bindung und Bindungsstörungen: Handlungsleitlinien für die Personzentrierte Psychotherapie und Beratung mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen

Bindung ist für die kindliche Entwicklung und den therapeutischen Prozess ein wesentliches Merkmal. Gerade in der personzentrierten Beziehungs- und Prozessgestaltung kann die Berücksichtigung des jeweiligen Bindungsstils eine hilfreiche Wirkvariable sein. Gleichzeitig ist für die unterschiedlichen Bindungsstile und ggf. Bindungsstörungen ein differenziertes Vorgehen notwendig. Im Workshop soll in einem ersten Teil anhand von Videobeispielen dargestellt werden, wie die unterschiedlichen Bindungsmuster sich im Spiel und in der Kontaktgestaltung zeigen können. In einem zweiten Teil wird dann gemeinsam die eigene Erfahrung und Praxis dahingehend reflektiert, welche Aspekte in der Beziehungs- und Prozessgestaltung bereits eingesetzt werden oder eingesetzt werden könnten. Daraus können dann allgemeine Leitlinien erarbeitet werden, die Hilfestellung geben zu Fragen wie: Was ist im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen mit dem jeweiligen Bindungsstil wichtig? Wie kann ich eine förderliche Beziehung aufbauen und ggf. sogar positiv auf vorhandene Bindungsmuster einwirken? Was bedeutet das für die psychotherapeutische oder beraterische Arbeit? Was bedeutet dies für die Zusammenarbeit mit der Familie und den Bezugspersonen? Wie kann ich dabei auch meinen eigenen Bindungsstil reflektieren und als Ressource nutzen?

Ulrike Hollick ist Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Lehrbeauftragte der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Ausbilderin in Personzentrierter Beratung mit Kindern und Jugendlichen und deren Bezugspersonen (GwG), Ausbilderin in Personzentrierter Familienberatung / Familientherapie (GwG) und Supervisorin (DGSv).